2. Teil Rock Resa – geht auch anders

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Die Fortsetzung zu Rock Resa…

Zu Teil eins kommt ihr hier
Ich hatte beim Probenähen erst etwas zaghaft mit einem Stoffrest begonnen, um dann vollends in den gut gefüllten Farbtopf meines Stofflagers zu greifen. 2 Proberöcke, dachte ich – Ziel erreicht und widmete mich meinem Jumpsuit.

Zwei Röcke reichen

….sollte man meinen. Anfang des Sommers bzw. Frühlings hatte ich bereits schon einige nach meinen selbsterstellten Schnitten genäht und hatte ausreichend Röcke in meinem Kleiderschrank. Dann noch die 2 von Crearesa dazu. Das sollte reichen. Wäre da nicht….

… ja, wäre da nicht eine Mitnäherin gewesen, die von ihrem Probenähergebnis berichtete und das Schlüsselreizwort „Scuba“ in den Raum warf. Als passionierte Softshellvernäherin war es ja eigentlich ein Muss jetzt auch endlich mal einen Scuba zu vernähen. Und wie mein kleines Elefantenhirn es will, fiel mir prompt der Scuba ein, der in meinem Lieblingsstoffladen war – zumindest das letzte Mal als ich da war. Nun aber war es abend und ich kratzte nahezu mit meinen Nägeln auf dem Holz, scharrte mit meinen Hufen, postete in die Facebookgruppe, dass ich auch noch Scuba vernähe, sofern der Stoff noch da ist. Vor meinem geistigen Auge sah ich, wie Uli aus „Das Königskind“ die letzten Meter gerade verkauft hatte. Am nächsten Tag fuhr ich gleich hin.

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Bisher bin ich immer in den Laden gegangen, habe mich erstmal in Ruhe umgeschaut, neue Stoffe in meinem Hirn für „später-nähen“ gesammelt und nach einer Weile mich dann um das gekümmert, was ich eigentlich wollte.

An diesem Tag hatte ich das Gefühl, dass ich in den Laden stürzte (tat ich natürlich nicht – ich kann mich ja beherrschen). Ausgerüstet mit dem Schnitt vom Rock sagte ich auch gleich „Hallo, ich komme heute mit einem ganz besonderen Wunsch.“ – Daraufhin Uli: „Oh, dass ist ja mal was Neues.“ – „Habt Ihr noch den Scuba????“ Dieser Moment war ungefähr so, wie wenn man bei seinem Arzt sein Blutergebnis abfragt und hofft, dass alles in Ordnung ist. Mein Blutergebnis war völlig in Ordnung – der Scuba war noch da. Und als ich meine gewünschte Menge hatte (70 cm bei einer Breite von 1,50m), hatte ich auch endlich die Ruhe, noch ein paar andere Stoffe zu streicheln.

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Kaum war ich zu Hause, ging ich sofort in mein Nähatelier und nach 30 Min. (+/- einige Minuten) war der Scubarock fertig. Und da sah ich mich nun im Spiegel und dachte „Hm, ganz schön krass, dieser Blumendruck… ob das meinem Weltbesten gefallen wird?“

Wie auch immer, ich machte schnell ein Handyfoto, stellte ihn in die Probenähgruppe ein und innerhalb weniger Minuten waren meine Zweifel verschwunden. Spätestens als eine Mitnäherin meinte, sie wolle auch so einen Rock. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber da springt erstmal dieser „Neeee, dass ist MEINER!“-Instinkt an.

 

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Was ist Scuba

Ich wußte zwar, was ein Scuba ist, weil ich ihn bereits schon einige Male gestreichelt hatte, aber damit wisst Ihr ja nicht, um was für eine Art Stoff es sich handelt. Mit meinen eigenen Worten würde ich sagen, es ist ein neoprenartiger Stoff, der sich wie aufgeplustertes Jersey anfühlt. Damit liege ich erstmal gar nicht so verkehrt. Laut einigen Internetseiten zu Scuba geht die Meinung, was den Neopren betrifft, auseinander. Tatsache ist, dass es sich um eine Kunstfaser mit Elasthananteil handelt und tatsächlich eher als Jersey durchgeht. Scuba hat einen sehr festen Stand, weshalb man aus ihm wunderbar kastenförmige Sachen, z.B, ausgestellte Schultern usw. nähen kann. An den Fotos könnt ihr aber sehen, dass er nun nicht wie ein Tresor sitzt. Und vor allem: er knittert nicht.

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Zum Schluß

Als ich die ersten beiden Röcke genäht hatte, war ich fest entschlossen mindestens einen Jerseyrock zu nähen, eventuell mit einem kleinen Volant. Dazu kam ich letztlich nicht. Auch nicht dazu, den Rock mit Futter zu nähen. Diese Option, sowie auch die Variante ihn knielang zu nähen oder alles zusammen oder mit Colour Blocking oder ohne sind im Schnitt enthalten.

Während des Probenähens entstanden viele tolle, unterschiedliche Röcke und es hat mir riesig Spaß gemacht, in dem Team mitzuarbeiten.

Tatsächlich wäre hier jetzt auch Schluß, wenn ich nicht heute morgen für ein anderes Probenähen meine Stofflager durchsucht hätte. Da fiel mir nämlich ein Rest Nadelstreifenstoff in die Hände. Nadelstreifen mit leichtem Elasthananteil und es war gerade genug übrig, um noch einen Rock zu nähen. So mußte das andere Projekt erstmal warten, weil ich wieder in ca. 30 Minuten zuschnitt und nähte.

Weit nach Terminabgabe schickte ich Resa dann die neuen Fotos (ich danke dem Wettergott, dass er für die Fotos kurzzeitig sie Sonne schien liess) mit der Option, sie entweder zu verwenden oder zu verwerfen.

Ich verwende sie auf jeden Fall hier, um Euch noch schnell zu zeigen, dass dieser Schnitt auch bürotauglich ist.

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Würde ich in einem Büro arbeiten, was ich glücklicherweise nicht mehr muss, wäre das der Rock für mich. Er wäre elegant und bequem zugleich. Ich finde ja, ich sehe auf den Bildern aus, wie eine Quotenfrau aus der Vorstandsetage, die gerade auf Ihren Chauffeur wartet, um zum nächsten Meeting gefahren zu werden. In der Mittagszeit dann schnell einen Salat, die Kosmetikerin und ab ins nächste Meeting, ein paar wichtige Deals abschließen, anschließend Sushi mit dem verheirateten Kollegen, mit dem sie ein Verhältnis hat, um dann ein wenig ermüdet zu Hause noch schnell in die Yogaklamotten zu springen, um ihren Körper in Form zu halten.. *Schublade zu

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Ob Stretchdenim, Nadelstreifen, Scuba oder anderes Material, der Rock ist bequem und man sieht es ihm nicht an. Den Schnitt, den ihr bis zum 08.08.2017 bei Crearesa im Shop zum Sonderpreis von €4,50 bekommen könnt, bietet für Anfänger und Fortgeschrittene viele Möglichkeiten der Abwandlung, wie z. B. 2 verschiedene Längen, die Möglichkeit einen Belegstreifen unten anzusetzen oder den Rock zu füttern. Spätestens ab Herbst/Winter werde ich mir noch einen Rock mit Futter oder seperatem Futterrock nähen. Die Nähanleitung ist sehr ausführlich und reichlich bebildert und beinhaltet viele Tipps und Tricks, sodass auch Nähneulinge diesen Rock nachnähen können.

Rock Resa und ich machen es uns jetzt mal gemütlich bei CreadienstagHandmade on Tuesday und Dienstagsdinge  .

Schnitt: Rock Resa von Crearesa

Stoff: Scuba: Das Königskind, Nadelstreifen: aus meinem eigenen Stofflager

Ich hoffe, wir sehen uns hier am Donnerstag zu den 12 Colours of Handmade Fashion wieder.

Eure

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2 Kommentare zu „2. Teil Rock Resa – geht auch anders

  1. Hallihallo auch hier, liebe Julia!

    Tolle Röcke hast du da gezaubert. Du hast so tolle Beine. Da bin ich schon etwas neidisch. Sieht einfach toll aus. Der Scuba Rock gefällt mir am besten

    Danach muss ich mal Ausschau halten. Genau mein Geschmack. Mit Blümchen bekommt man mich einfach immer!

    Bin gespannt, was es da noch schönes demnächst zu sehen gibt!

    Fühl dich gedrückt!
    Liebe Grüße
    Jenni

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