Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

In meinem letzten Blogbeitrag von Donnerstag hatte ich angekündigt, noch einmal separat auf die Oberteile einzugehen, die ich zu meinen Shorts Juniper trug. Es war eigentlich anders geplant, aber als ich sah, was ich da alles trug, wäre es den Oberteilen nicht gerecht geworden, wenn sie lediglich nur kurz als Statisten erwähnt werden.

Darum bitte ich Euch jetzt, Euer Augenmerk auf die Oberteile zu richten. Wer etwas zu den Unterteilen wissen möchte, kann gern nochmal hier nachlesen.

Bühne frei für das Neckholder Top von Beekiddie.

Ich habe es aus einem hellblauen Jersey mit silbernen Ornamenten genäht. Es war eine Rabattaktion bei Makerist gepaart mit einigen heissen Sommertagen hier, die mich dazu bewegten, dieses BeeNeck Shirt zu nähen. Das schöne daran ist, dass man die Träger auch hinten befestigen kann. Bisher habe ich im Nacken einen Knoten gemacht, überlege mir aber eventuell für den nächsten Sommer eine Variante, wie ich beides haben kann.

Über das nächste Shirt habe ich bereits schon berichtet, scheue mich aber nicht, es nochmal zutun, weil ich in den Schnitt sooo verliebt bin. Es ist das Artemis von Lasari Design, das ich jetzt schon 4 mal vernäht habe, ein 5. aus weissem Jersey ist in Planung und für den Winter habe ich bereits Wollstoff, um mir die langärmelige Version als Pullover zu nähen.

Ja, ihr seht ganz richtig, ich habe bereits ein Artemis in weiss, aber der Stoff scheint reiner Polyester zu sein und an warmen Tagen entwickelt sich ein Geruch, der die Menschen um einen herum die Nase rümpfen lässt – was meist weit vor dem Moment geschieht, bevor man es selbst bemerkt. Um die beiden Shirts unterscheiden zu können, werde ich das nächste weisse Artemis wahrscheinlich mit 3/4 Ärmeln nähen.

Das letzte Artemis ist aus einem Jersey, mit orange-lila Ringeln. Ich wollte es eigentlich noch zu der Aktion 12 Colours of Handmade Fashion dazu nehmen, bis ich später auf den Fotos sah, dass es fast nur orange aussieht. Oh je, hatten wir Orange schon? Ich hatte eigentlich vor, keine Fotos vor Bekanntgabe der neuen Farbe zu posten… Für den Fall, dass Orange drankommt, betrachtet das Foto als Sneak Preview oder besser noch als antizipierter Sneak Preview.

Die nächste Teilnehmerin im Bereich Oberteile ist Hera. Wardrobe by me, ein dänisches Label von der lieben Christina Albeck, stellte diesen vor einiger Zeit auf Facebook gratis zur Verfügung. Nach der Frida Shorts und dem Slipdress ist es mein 3. Schnitt von ihnen. Warum ich ausgerechnet diesen gut gereiften Chiffon aus meinem Stofflager nahm – tja, diese Frage stellte ich mir während des Nähens auch immer wieder, wenn die untere Stofflage nach links, die obere nach rechts, ich aber beide Teile unter dem Nähfuss gern geradeaus gehabt hätte. Chiffon eben. Die restlichen Meter davon habe ich jetzt erstmal ganz nach hinten verbannt, bis ich nächstes Jahr vielleicht wieder vergessen habe, wie frustrierend er ist.

Vom folgenden Top habe ich mittlerweile auch 3 Stück. Ein Kleid und 2 Tops. Es ist ein Burdaschnitt, der überraschend leicht zu nähen war, als ich erstmal den Knoten in meinem Kopf lösen konnte. Ich liebe diese Tops und nachdem ich ein blau Gemustertes genäht hatte, dass nicht so gut zu manchen Unterteilen passte, brauchte ich noch eins in Uni.

Zum Schluss nun zu meiner Bluse, die der Vorgänger zu der lila weiss gestreiften Bohobluse für 12 Colours of Handmade Fashion war. Die Vorgeschichte dazu ist hier zu lesen.

Ich stellte nach dem Zuschnitt der Bluse aus 2 Vorderteilen fest, dass sie kurz war. Blau weisser Stoffmangel verlangte nach einer Alternative und ich nahm den blauen Chiffon heraus. Ja, schon wieder Chiffon, ich scheine da eine masochistische Ader zu haben, aber tatsächlich war es nur ein kleines Stück und das benahm sich recht gut. Warum 2 Vorderteile? Zu wenig Stoff. Passiert halt, wenn man im Laden wegen einem anderen Stoff ist, den gestreiften Viskosestoff im Angebot entdeckt, aber nicht den blassesten Schimmer hat, was daraus für eine Bluse werden soll, geschweige denn, wieviel man benötigt.

Dieser doppelte V-Ausschnitt hatte jetzt allerdings einen entscheidenden Nachteil. Mir rutschte die Bluse ständig von der Schulter. Erst wollte ich einen breiten Streifen hinten anbringen, war mir aber unsicher, wie es am Ende aussieht und noch bevor ich es probierte, plante ich um und nähte 2 schmale Bändchen, die ich im Nacken binden kann.

Ich mache ja gern Fotos mit unterschiedlichen Kombinationen und griff mir nach der Shorts noch meine erste, lange Juniper. Aber erst beim Fotografieren fiel mir auf, was für ein geniales Outfit das ist, weil in Bluse wie auch Hose der gleiche blaue Chiffon ist. Das war mir gar nicht bewusst und ich war im Nachhinein völlig begeistert von meine Stoffwahl.

 

Die Fakten:

Shorts und Hose: Juniper / Anniways Schnittmuster

Die Tops:

Beekiddie Neckholder Top: Beekiddie, Stoff: Das Königskind, Friedberg/Hessen

Artemis schulterfreies Top: Lasari Design 

Bluse Hera: Wardrobe by me (Gratis Schnitt)

Burda Top: Leider ist der Link nicht mehr zu finden.

Bluse: Eine Mischung aus Kibadoo und eigenen Ideen.

Habt einen schönen Rums-Donnerstag,

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2 Kommentare zu „Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

  1. Hej Julia!
    Gratuliere zur Schnapszahl 33 bei Rums 🙂 Ich hab mit meinem zweiten Beitrag bei Selmin die 44. Find ich doch recht unterhaltsam!

    Am besten gefallen mir die Fotos auf denen du dich so zerkugelst! 🙂

    Chiffon hab ich noch nie vernäht, freut mich, dass sich deiner ordentlich benommen hat. Vielleicht ergattere ich ja mal so ein gut erzogenes Teil, dann versuch ichs mal. Mir gehts auch oft so, dass ich im Laden stehe und einen Stoff unbedingt brauche, aber noch keine Ahnung habe was daraus eigentlich werden soll. #schicksalsjahreeinerhobbynäherin
    Schicke Oberteile hast du gezaubert, warst echt fleißig!

    Bitte nicht orange!!! Ich warte auf schwarz! 😀

    Ganz liebe Grüße
    Kicki

    Gefällt 1 Person

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