Aurora – Die Prinzessin unter den Blusen

Aurora – Die Prinzessin unter den Blusen

So langsam kommen diverse Probenähprojekte zum Ende und ich werde danach erstmal eine kleine Pause einlegen, um liegengebliebene Dinge zu erledigen. Ausserdem möchte ich meine Winterbasics um ein paar selbstgenähte Teile erweitern ohne zu testen – einfach mal freestylemäßig.

Aurora, Chiffon und ich

Ein Schnitt, den ich getestet habe, ist die Bluse/Tunika/Kleid Aurora von Wardrobe by me. Hinter diesem dänischen Label steht die Designerin Christina Albeck und sie gehört seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsdesignern. Dabei kenne ich Wardrobe by me erst seit dem Frühjahr dieses Jahres, doch die Schnitte sind gut durchdacht, geben viel Spielraum für Kreativität und sitzen eigentlich von Anfang an sehr gut. Wenn es bisher beim Testen des Schnittmusters zu neuen Versionen kam, waren es meist nur Kleinigkeiten, die geändert wurden.

Anfangs war die Bluse noch namenlos, als aber bekannt wurde, dass sie Aurora heißen sollte, fiel mir sofort das Ballett Dornröschen ein, wo die Prinzessin Aurora heißt. Mein 2. Gedanke war übrigens die Mehlsorte „Aurora“ und ich hatte, wie jetzt gerade auch, den alten Werbesong im Kopf: Aurora mit dem Sonnenstern! Kennt Ihr den auch noch? Da vergesse ich ständig irgendwelche Sachen, aber so ein blöder Werbesong bleibt hängen, und das obwohl weder meine Mutter noch ich jemals diese Mehlsorte gekauft haben.

Ich entschied mich bei der Aurora gleich 2x für die gleiche Ausführung, obwohl ich sonst gern verschiedene Versionen teste, doch der nahende Winter liess mich vom Kleid wie auch der Kurzarmbluse absehen. Das nächste Frühjahr kommt bestimmt und dann kann ich es noch immer nachholen.

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Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

Erst Statist und jetzt die Hauptrolle

In meinem letzten Blogbeitrag von Donnerstag hatte ich angekündigt, noch einmal separat auf die Oberteile einzugehen, die ich zu meinen Shorts Juniper trug. Es war eigentlich anders geplant, aber als ich sah, was ich da alles trug, wäre es den Oberteilen nicht gerecht geworden, wenn sie lediglich nur kurz als Statisten erwähnt werden.

Darum bitte ich Euch jetzt, Euer Augenmerk auf die Oberteile zu richten. Wer etwas zu den Unterteilen wissen möchte, kann gern nochmal hier nachlesen.

Bühne frei für das Neckholder Top von Beekiddie.

Ich habe es aus einem hellblauen Jersey mit silbernen Ornamenten genäht. Es war eine Rabattaktion bei Makerist gepaart mit einigen heissen Sommertagen hier, die mich dazu bewegten, dieses BeeNeck Shirt zu nähen. Das schöne daran ist, dass man die Träger auch hinten befestigen kann. Bisher habe ich im Nacken einen Knoten gemacht, überlege mir aber eventuell für den nächsten Sommer eine Variante, wie ich beides haben kann.

Über das nächste Shirt habe ich bereits schon berichtet, scheue mich aber nicht, es nochmal zutun, weil ich in den Schnitt sooo verliebt bin. Es ist das Artemis von Lasari Design, das ich jetzt schon 4 mal vernäht habe, ein 5. aus weissem Jersey ist in Planung und für den Winter habe ich bereits Wollstoff, um mir die langärmelige Version als Pullover zu nähen.

Ja, ihr seht ganz richtig, ich habe bereits ein Artemis in weiss, aber der Stoff scheint reiner Polyester zu sein und an warmen Tagen entwickelt sich ein Geruch, der die Menschen um einen herum die Nase rümpfen lässt – was meist weit vor dem Moment geschieht, bevor man es selbst bemerkt. Um die beiden Shirts unterscheiden zu können, werde ich das nächste weisse Artemis wahrscheinlich mit 3/4 Ärmeln nähen.

Das letzte Artemis ist aus einem Jersey, mit orange-lila Ringeln. Ich wollte es eigentlich noch zu der Aktion 12 Colours of Handmade Fashion dazu nehmen, bis ich später auf den Fotos sah, dass es fast nur orange aussieht. Oh je, hatten wir Orange schon? Ich hatte eigentlich vor, keine Fotos vor Bekanntgabe der neuen Farbe zu posten… Für den Fall, dass Orange drankommt, betrachtet das Foto als Sneak Preview oder besser noch als antizipierter Sneak Preview.

Die nächste Teilnehmerin im Bereich Oberteile ist Hera. Wardrobe by me, ein dänisches Label von der lieben Christina Albeck, stellte diesen vor einiger Zeit auf Facebook gratis zur Verfügung. Nach der Frida Shorts und dem Slipdress ist es mein 3. Schnitt von ihnen. Warum ich ausgerechnet diesen gut gereiften Chiffon aus meinem Stofflager nahm – tja, diese Frage stellte ich mir während des Nähens auch immer wieder, wenn die untere Stofflage nach links, die obere nach rechts, ich aber beide Teile unter dem Nähfuss gern geradeaus gehabt hätte. Chiffon eben. Die restlichen Meter davon habe ich jetzt erstmal ganz nach hinten verbannt, bis ich nächstes Jahr vielleicht wieder vergessen habe, wie frustrierend er ist.

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Es ist wie es ist

Es ist wie es ist

Wenn man diesen Sommer anhand meiner seit Juni entstandenen Kleidung beurteilt, war er gigantisch. Das ist eine Sichtweise. Wenn ich aber erwähne, dass ich vorwiegend bei schlechtem Wetter genäht habe, kommen wir der Sache schon etwas näher.

Ich liebe das Frühjahr und den Sommer. Wenn es nach mir ginge, könnten wir bis Anfang Dezember immer um die 25 Grad haben. Dann für die Weihnachtsstimmung kurz Winter und gegen Januar gleich wieder Frühling.

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Die letzten Wochen und Monate habe ich meine Zeit an der Nähmaschine eng anhand der Wettervorhersage geplant. Das liegt nicht nur daran, dass ich das bisschen Sommer geniessen will, sondern begründet sich auch in der Tatsache, dass mein Nähatelier unter dem Dach eines schlecht bis kaum isolierten Miethauses ist. Folglich ist es dort oben im Sommer brütend heiss.

Heute ist so ein Tag. Am Vormittag konnte ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Danach bin ich schnurstracks in den Garten, um erst Fotos zu machen und mich dann auf die Liege zu werfen. Auch jetzt sitze ich noch in der Sonne und tippsel auf meinem Tablett den heutigen Beitrag. Und laut Wettervorhersage werde ich in den nächsten Tagen eher am Abend oder am morgen nähen, dafür tagsüber die Sonne geniessen. Ja, es ist schon reichlich luxoriös wenn man die Möglichkeit dazu hat, aber alles hat auch seinen Preis. Wer denkt, er würde jetzt gern mit mir tauschen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Tauschpaket ein Komplettset ist und sich einige unangenehme Überraschungen darin befinden.

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Es gab Zeiten, da hätte ich auf der Stelle tauschen wollen. Doch die Zeiten sind hoffentlich vorbei. Mir gefällt mein Leben und um das sagen zu können, musste ich sehr, sehr viel ertragen, lernen und immer wieder üben. Eine der wichtigsten Lektionen war, zu akzeptieren. Und ich glaube, sie war für mich auch die Schwerste. Mein innerer Kampf gegen mich selbst, meine Depressionen, meine Unzulänglickeiten, usw.  stand Tag für Tag ganz oben auf der Agenda. Menschen, die mir sagten, ich muss es eben akzeptieren, lächelte ich zwar an, murmelte ein „ja“, aber in mir schrie ich immer lauter „UND WIE, BITTE SEHR?“ Ich fühlte mich noch schlechter und ungenügender. Der Kreislauf begann von vorn.

Es müssen nicht immer gleich Depressionen und Selbstzweifel sein. Manchmal hat man Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen oder es einfach mal ander kommt, als erwartet. Da ist es wichtig, irgendwann loszulassen. Wie schwierig es ist, las ich heute in der aktuellen Ausgabe von Zeit Wissen. Darin berichtet eine Therapeutin, dass sie es selbst erst lernen musste, um ihren Klienten erfolgreich behandeln zu können. Ein sehr empfehlenswerter Artikel, der mich tatsächlich so beschäftigt hat, dass dieser Blogbeitrag fast von allein seine Wendung vom Thema Sommer und Nähen zu akzeptieren wechselt.

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Wenn man bei einer Hochzeit auf Regen hofft…

Wenn man bei einer  Hochzeit auf Regen hofft…

Wenn man im Sommer eine Geschichte mit: „Letzten Freitag fuhren wir um 10:00 Uhr mit dem Auto über die Autobahn nach…“ beginnt, wird mit Sicherheit irgendwann zwangsläufig das Wort „Stau“ erwähnt.
Eine ehemalige Arbeitskollegin meines Partners hatte letztes Jahr ihren langjährigen Partner geheiratet und angekündigt, dass sie im August 2017 auf einem Acker mit einem großen Fest die Hochzeit feiern wollte. Wir hatten sofort zugesagt und das Angebot angenommen, auf einem in der Nähe liegenden Campingplatz in einem Mobile Home zu übernachten.
Und so fuhren wir letzten Freitag um 10:00 mit dem Auto über Frankfurt, um noch eine Freundin abzuholen, auf die Autobahn nach Horb am Neckar und standen natürlich immer mal wieder im Stau, aber dafür, dass es ein Freitag war, ging es. Man wird mit der Zeit was Autobahnen betrifft, anspruchloser.

Für mich als Nähjunkie, der diesen Sommer fast ausschliesslich selbstgenähte Kleidung trägt, war es Pflicht, mir das passende Kleid zu nähen.
Dafür hatte ich mir das Susie Slip Dress von Wardrobe by me auserkoren und mir den passenden Stoff, einen Kobisho, besorgt.

Slipdress und zwei glückliche Umstände führen zu einem schönen
Für mich stand fest, dass Kleid werde ich anziehen, obwohl ich wusste, dass die Feier in einem Festzelt stattfindet und die letzten Wochen gezeigt hatten, dass der Sommer dieses Jahr sehr unberechenbar ist.
Der 5. August nahte und ich schaute gespannt in die Wetter App, die Sonnenschein vorhersagte. Das war vorletzte Woche. Die Vorhersagen wechselten sich so munter ab, wie das Wetter. Entweder richtig heiss oder heftiger Platzregen.
Und als die Braut dann noch sagte, es wäre gut, man hätte das passende Schuhwerk für einen eventuell matschigen Acker, setzte ich mich letzten Sonntag an den Computer und durchstöberte alle gängigen Onlineläden nach Gummistiefeln, war aber nicht bereit 50 Euro und mehr dafür auszugeben. Die Bildersuche bei Google zeigte mir ein krass pinkes Paar Gummistiefeletten an, für 15€, in meiner Größe, ohne Versandkosten und sofort lieferbar.

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Am Dienstag waren sie da und ich fand sie so obergenial, dass ich jetzt tatsächlich etwas enttäuscht war, als die Wetterapp konstant jeden Tag anzeigte, es wäre sonnig und über 27 Grad. Für das Kleid war es gut, für Gummistiefel weniger.
Noch am Freitag Abend gesellten wir uns zu den vielen fleißigen Helfern, die alles für die Feier am nächsten Tag vorbereiteten und hatten großen Spaß. Wir stellten einander vor und erklärten zu wem vom Hochzeitspaar wir wie in Verbindung stehen und woher wir kamen. Ein Freund von uns war mit seiner Familie direkt aus dem Urlaub in Litauen gekommen, stammt aber aus Potsdam. Als er dann sagte, er käme eigentlich aus Potsdam, wäre aber über Litauen, die Ukraine, Slowakei und Wien angereist, meinte einer der Helfer so wunderbar trocken „So ein Scheiß-Navi hatte ich auch mal“. Wir kriegten uns erstmal vor Lachen nicht ein. Und so lief es eigentlich das ganze Wochenende. Jeder hieß uns mit offenen Armen willkommen und wir waren sofort Teil der sehr dörflichen Gemeinschaft.

Am Abend machten wir uns zurück in unser Mobile Home, setzten uns auf die Terrasse und begannen unser Geschenk vorzubereiten. Die Eheleute wünschten sich Geld, aber so etwas überreicht man nicht einfach in einem Umschlag. Wir wussten seit wir die Beiden kennen, dass er sich einen Radlader wünscht und sie nicht mehr haben will, als einen Balkon. Sie wohnen in einem kleinen Ort in der Vor-Schwäbischen Alp, haben ein Haus, 2 Pferde und 13 Katzen. Mein Partner hatte noch aus den Zeiten seiner damals jüngeren Kinder einen Bausatz aus kleinen Ziegelsteinen. Und so machten wir uns daran, eine Garage zu mauern, obendrauf einen Balkon/Terrasse, hatten einen Spielzeugradlader, 2 Pferde (gut, eins war ein Zebra, aber wir nannten es einfach gestreiftes Pferd) und zählten aus einer Katjes-Tüte 13 Katzen ab.

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Für das Geld mauerten wir extra einen kleinen Verschlag und deckten ihn mit Ziegeln ab. Spätestens beim Einrollen der Scheine war ich das erstem Mal richtig froh, dass ich so ein nachlässiger Fadenabschneider bei meiner Kleidung bin. Wir hatten nämlich den Platz für das Geld sehr knapp bemessen und hatten nichts dabei, um die Scheine zu fixieren. Ein Gummiband wäre ideal gewesen, aber gab es nicht. Tesafilm auch nicht und die Klebeverschlüsse von Taschentüchern hielten nicht. Da machte ich mich an meine Reisetasche und durchwühlte alle selbstgenähten Teile, die ich dabei hatte und schnitt übrig gebliebene Fäden ab. Alle aneinandergeknotet und wir hatten etwas, womit wir die Geldscheine fixieren konnten.

Der nächste Tag begann mit heißen Temperaturen und es war nicht daran zu denken, Gummistiefel anzuziehen, ohne die restliche Gesellschaft mit Käsegestank zu vertreiben. So zog ich erstmal Sandalen an – ein wenig enttäuscht. Wir standen draußen zum Sektempfang, den Eheleuten wurde gratuliert und dann ging es los: Eine dunkle Wolke entlud ihren Regen direkt über den Festplatz. Alle flüchteten nach drinnen und ich schaute voller Wonne zu, wie der Boden immer matschiger wurde. Als der letzte Tropfen gefallen war, lief ich sofort zu unserem Haus und holte die Gummistiefeleltten hervor.

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Als ich zurückkam, standen am Eingang des Zeltes ca. 5 – 6 Männer und ob Ihr es glaubt oder nicht – sie stellten sofort ihre Unterhaltung ein, schauten auf meine Stiefel und ließen nur positive Kommentare zurück. Was fühlte ich mich gut. Und tatsächlich ging es den Rest des Abends so weiter. Ich wurde so oft auf meine Stiefel angesprochen, dass ich schon dachte, ich sollte dringend den günstigen Schuhladen mit „D“ anschreiben, um sie wissen zu lassen, dass ich hier gerade einen Haufen potentieller Kunden auftreibe.

Nach dem Regen und insbesondere als die Sonne untergegangen war, wurde es zunehmend kühler und da ging mein Plan C auf. Neben dem Slip Dress hatte ich auch meinen Jumpsuit von Named Clothing eingepackt, den ich eigentlich als Alternativ-Outfit mitgenommen hatte. Da unsere Behausung aber nur einen Steinwurf vom Festzelt entfernt war, konnte ich mich umziehen. Ich hatte es vorher getestet, ob die Stiefel auch zum Jumpsuit passen und so konnte ich sie anlassen.

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Es war eine wunderschöne Feier. Alles stimmte. Die Menschen, die liebevolle Dekoration, die vorwiegend von der „Braut“ selbst gemacht wurde, dass Ambiente, die Musik, die Stimmung, das Essen (vieles von Freunden mitgebracht) – eine perfekte Hochzeitsfeier. Die Stiefel bewährten sich sogar beim Tanzen und ich weiß schon jetzt, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich sie anhatte. Wenn ich wieder einmal nach Hamburg fahre, werde sie auch dort zum Einsatz kommen.
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Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ich sehe rot… 12 Colours of Handmade Fashion

Ja, was soll ich sagen – der eine oder andere erkennt das Kleid wieder und denkt sich, dass es das letzte mal aber blaugestreift war. Hier ist jetzt keiner Farbenblind, ich musste diesen Schnitt nur unbedingt nochmal machen und als Selmin aka Tweed and Greet für die 12 Colours of Handmade Fashion rot bekannt gab, war ich schnell entschieden, es nochmal mit roten Ringeln zu nähen. Darum kann ich hier wenig Neues erzählen und beschränke mich einfach auf die Farbe.

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Roter Teppich, Rotkäppchen und der Wolf, Rotkäppchen Sekt, rotes Tuch, Alarmstufe rot, rote Rosen, Rötung, Morgenrot, Abendrot, blutrot, rote Augen, Signalrot, rosarote Wolke, roten Kopf kriegen, es fehlt der rote Faden.

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Rostrot, Rot werden, die rote Lola, das Rote Meer, Rotkohl, Rothaut (politically totally incorrect!), Rotkehlchen, Rotwild, Rot am Mann (ach nee, dass war Not), Rot am See (ein Ort in Baden Würtemberg), Rothenburg, Rottweiler (keine Beschwerde bitte, da steckt das Wort rot sehr wohl drin. Den Rotstift braucht Ihr jetzt nicht ansetzen.

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Susie Slip Slub

Susie Slip Slub

Das Susie Slip Dress und was ist Slubjersey

Als ich letztens das Schnittmuster für das Susie Slipdress von Wardrobe by me, bekam, fiel meine Stoffwahl auf Koshibo, einem wunderbar weichfallendem Material, dass ähnlich wie Seide fällt. Den Blogbeitrag findet Ihr hier.

Der Schnitt gefiel mir außergewöhnlich gut und ich wollte es unbedingt noch einmal aus Jersey nähen. Dabei hatte ich einen Viskosejersey im Kopf, aber weder eine Vorstellung, ob uni oder gemustert noch welche Farbe.

Bei Instgram entdeckte ich zufällig die Aktion von Pepelinchen „1 Stoff viele Möglichkeiten“ und schaute mich in ihrem Shop um. Es ging um einen Slubjersey, der mir auch noch unter dem Namen Flame Jersey bekannt ist. Dabei handelt es sich um einen Jersey, der aus einem unregelmäßigem Garn gestrickt wird. Während die Hersteller sonst unregelmäßige Garne aussortieren, wird beim Slub extra drauf gezählt, um einen Shabby-Look zu erreichen. Meist werden Kleidungsstücke im Oversize Look gefertigt, mal mit Rollsaum oder Prints, mal ganz ohne.

Dieser Slubjersey interessierte mich für mein 2. Susie Slip Dress. Für ein Kleid wollte ich eine schöne Farbe haben und wählte den Ton Aqua. Die Verarbeitung mit Jersey verlief genauso problemlos wie beim ersten Kleid. Lediglich entdeckte im Schnittmuster eine Stelle, die ich jetzt entweder beim Koshibo Kleid verkehrt dafür beim Slubjersey richtig oder andersrum gemacht habe. Beiden Kleidern sieht man es nicht an.

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Die Lernkurve bleibt flach

Habe irgend etwas gelernt? Meistens lernt man beim Nähen irgendetwas dazu – oder auch nicht. Aber die Dinge, die man eigentlich weiss, sollte man beachten.

Nämlich Folgendes: Auch wenn ich es bisher so gut wie nie gemachte habe und immer wieder gern auf Argumente dagegen höre, ist es beim Slubjersey sehr wohl angezeigt, dass man ihn vorher wäscht. Er läuft nämlich etwas ein.

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Die Hochzeit

Für eine lockere Hochzeitsfeier vor den Toren Flensburg war das Kleid aber auch ungewaschen geeignet. Mit dem Aquablau passte ich hervorragend an die Küste. Mit einem passenden Kurzblazer drüber, der gegen die Kälte wichtig war, sah selbst ein Jerseykleid sehr schick aus. Und während wir auf das Brautpaar warteten, ergriff ein Freund die Gelegenheit und machte ganz viele Fotos von mir in dem Kleid. Das wiederum heiterte die anderen wartenden Gäste auf, weil ich mich von einer Pose in die andere Schmiss. Leider habe ich die Fotos nie zu Gesicht bekommen und wie ich später erfuhr, war der liebe Freund sich auch nicht sicher, ob er den richtigen Knopf gedrückt hatte (kommt leider bei fremden Kameras vor). Aber die Kulisse mit Leuchturm und Meer im Hintergrund wäre schon schön gewesen.

Bei welcher Gelegenheit auch immer es war, setzte ich mich auf etwas Undefinierbares in braun, was zu Flecken direkt am Po bzw. am Kleid auf Pohöhe führte. Darauf wurde ich allerdings erst auf dem Weg ins Hotel aufmerksam gemacht. Möglicherweise trug ich aber ein zweites Mal zur Belustigung der Gäste bei.

Spätestens dieser Fleck machte eine Wäsche notwendig. Wieder zu Hause und frisch von der Wäscheleine genommen, warf ich mich ins Slipdress, um für den Blog Fotos zu machen und da merkte ich dann, dass es eingelaufen war. Das ist die eine Theorie. Die andere Möglichkeit liegt vielleicht aber auch an dem Kuchenbuffet der Hochzeit.

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Slipdress und zwei glückliche Umstände führen zu einem schönen

 

Die Suche nach dem perfekten Schnitt / The Search for the perfect pattern

Ich bin neben dem Bloggen sehr aktiv auf Instagram. Instagram ist wie ein täglich neu gefülltes Bilderbuch. Dazu kommen noch die Stories, die ähnlich wie Snapchat, über Videofunktion, Fotos und anderen Schnickschnack verfügen und die, wer Instagram nicht kennt, nach 24 Stunden wieder verschwinden.

Besides my blogging I am very active in Instagram. Instagram is like a picture book that is newly filled on a daily basis. Then there are the Instastories that stay online for 24 hours and dissappear after that. This function includes photos, videos and other gimmicks. 

Die Geschichte zu meinem Susie Baby Doll Slip Dress begann genau dort. Kira von The Couture hatte auf ihrer Instagram Story über einen neuartigen Stoff gesprochen, den Koshibo. Koshibo ist ein Polyestergewebe, dass dem Chiffon und der Seide sehr ähnlich ist, allerdings blickdicht.

The story for my Susie Baby Doll Slip Dress began exactly there where Kira from The Couture showed her new fabric called Koshibo. I had never heard about it but looked into it because it looked very interesting. Koshibo is a very light weight polyester fabric that is similar to chiffon and silk yet you can’t see through it.

Auf der Seite von Der Stoff Handel fand ich das Material und war ganz erfreut, dass es auch noch recht günstig ist. Die Farbauswahl war umfangreich und ich entschied mich für altrosa.
Jetzt hatte ich den Stoff und auch ein Wunschkleid im Kopf, fand aber partout nicht den richtigen Schnitt. Einige Tage lang schaute ich diverse Schnitte an, aber es war nie das richtige dabei.

I found the fabric on the homepage of Der Stoff Handel and was very pleased to see that the Koshibo was quite reasonable in price. The wide choice of colours included a dusky pink which I chose. Now I had the fabric and also an idea for a dress but I couldn’t find the right pattern. For days I went through different patterns but they didn’t include the one I was looking for. 

 


In der Zwischenzeit nähte ich meine 2. Frida Shorts von Wardrobe by me. Bei der ersten Shorts (klick hier) hatte ich anfangs einige Probleme mit der Anleitung. Sie ließ mich schon ganz zu anfang verzweifeln. Als ich dann noch die Kommentare von Näherinnen las, die alle gesammelt schrieben, wie leicht diese Shorts zu nähen sein, war mein Nähselbstbewusstsein etwas angekratzt. Das wollte ich so  nicht auf mir sitzen lassen und nähte darum eine 2. Frida Shorts, die problemlos gelang (klar, ich hatte ja jetzt Übung) und mein seelisches Gleichgewicht war wieder hergestellt.

Meanwhile I sewed my second Frida shorts from Wardrobe by me. The first pair of shorts (click here) gave me a bit of a hard time at the beginning. I couldn’t figure out the discription at the beginning. And when I read all the comments from other sewist of this shorts how easy it was to sew these shorts even for beginners, my sewing-self-esteem was partially damaged. The only way to overcome this burden that was heavy on my quite old sewing heart was to sew these shorts again. And this time it was no problem (of course not – I finally managed the first one) and my psychological balance was restored. 

Die Schnappatmung – The Gasping

Nachdem ich die 2. Shorts bei Instagram gezeigt hatte, bekam ich eine Nachricht von Wardrobe by me, in der sie mir anboten, ich könne mir ein Schnittmuster bei ihnen aussuchen. Ich war völlig hin und weg. Mein erstes „gesponsertes“ Schnittmuster! Sofort war ich auf der Homepage und schaute mir die Schnittmuster an… Blusen, Jacken, Mäntel, Hosen… da kam bereits schon einiges in Frage. Dann guckte ich nach Kleidern. Was dann folgte hätte aus einem amerikanischem Teeniefilm stammen können… „OH MEIN GOTT!!!!“ gefolgt von aufgeregtem Kreischen und Schnappatmung… Jeder namhafte amerikanische Regisseur hätte mir sofort eine Rolle in irgendeinem Highschool Film gegeben. Da war genau DAS Schnittmuster für ein Kleid, nachdem ich so lange gesucht hatte.

When I posted the shorts on Instagram I received a message from Wardrobe by me, offering me a free pattern of my choice. I was overwhelmed – my first „sponsored“ pattern. So I went to the homepage and looked through the patterns. Blouses, jackets, coats, pants… I didn’t know which one to choose – they were all wonderful. Then I checked the dresses and I began to act like the girls in american movies… „OMG“, followed by some squeeking and gasping…. There was exactly THE pattern I had looked for for my dress. I am sure any movie director would have given me a part in some highschool teenie movie! 

Als ich mich beruhigt hatte, antwortete ich auf obercoole Weise Wardrobe by me und bat um das Schnittmuster des Susie Slip Dress, als wenn ich sowas täglich machen würde.
Zwischenzeitlich wurde jede mir nahestehende Person darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich ein Schnittmuster geschenkt bekommen hatte und ich bin noch immer froh darüber, dass ich nicht wegen dauerhafter Hörschäden durch mein Gequieke am Telefon verklagt worden bin.

After calming down I wrote to wardrobe by me and asked in a sophisticated  and cool manner for the Susie Baby Doll Slip Dress, as if I’d do it all the time. 
In the meantime every person close to me was informed that I was given a pattern and I am very lucky that the ones, especially my partner, getting this information by telephone didn’t end up with a constant ear damage by my squeeking. 

Noch am selben Tag erhielt ich das Schnittmuster per Email mit dem Hinweis, eine Kleidergröße kleiner zu wählen, falls ich Jerseystoff verwenden würde und mich jederzeit bei Fragen an sie wenden könnte.

I received the pattern the same day with the advice to size down in case of using jersey and to ask for help if there were any problems. 

 




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