12 von 12 aus Venedig

12 von 12 aus Venedig

Das 2. mal dieses Jahr, dass ich am 12. eines Monats im Urlaub bin. Darum schaut der Blogpost eventuell ein bisschen anders aus als sonst, weil ich ihn behelfsmässig vom Tablett machen muss.

Das erste, was ich heute morgen vom Hotelfenster aus sah, war dieser Mann.

Ich musste ihn fotografieren, noch bevor mir klar war, dass heute der 12. ist.

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Jetzt geht es erstmal zum Frühstück, in den bisher mir bekannten kleinsten Frühstücksraum.

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Da heute endlich mal blauer Himmel ist, werden wir uns demnächst zu Fuss auf den Weg machen und das ehemalige Ghetto von Venedig suchen, was bereits 1526 entstand und von woher der Begriff überhaupt stammt. Die jüdischen Bürger wurden damals auf die Insel in Venedig verbannt und unter zahlreiche Repressionen gestellt. Letztlich war das Ghetto aber nicht nur Ausgrenzung sondern auch Schutz. Napoleon liess das Ghetto 1797 wieder öffnen. Als 1943 schliesslich die Nazis in Venedig einfielen, deportierten sie fast 200 Juden. Für sind Gedenktafeln und die sogenannten Stolpersteine errichtet worden.

So war der Plan nach dem Frühstück. Als wir uns auf den Weg zur Rialtobrücke machten, zogen dunkle Wolken auf und mein Weltbester, der schon seit einem Tag mit diesem Gedanken spielte, fragte mich, ob wir uns nicht lieber ein 3-Tage Ticket für den Vaporetto, dem Wasserbus, kaufen wollen. Ich stimmte ihm sofort zu und so setzten wir uns in den nächstbesten „Wasserbus“ fuhren bis zur ersten Endstation, und wieder zurück bis zur Nächsten. Da war dann wirklich Stop und wir mussten aussteigen. So warteten wir auf die nächste Linie 2, die auf einer anderen Route zurück zu San Marco fuhr.

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MMM -,Millefleurs, Malta, Milliblus

Was passt mehr zum MMM (Me made Mittwoch) als MMM –

Millefleurs, Malta und Milliblus.

Die ersten Tage nach einem traumhaften Urlaub schwingen immer zwischen Sehnsucht nach dem, was man gerade hatte und dem, wo man jetzt ist. Ist diese Diskrepanz relativ groß hat man einen Konflikt, den man im allgemeinen Urlaubsblues nennt. Davon erhole ich mich gerade, hänge aber gedanklich noch viel an unserem Urlaubsort, St. Georges Bay, St. Gilian in Malta.

Die Möglichkeit zu haben, einen Blogpost über den Urlaubschreiben zu können und dazu noch ein Selfmadefashion Kleid zeigen zu können, ist ein großes Glück.

Schnitt und Stoff

Im Vorfeld hatte ich viel genäht. Unter anderem auch dieses Jerseykleid nach einem Schnitt der Burda easy F/S 2017. Der Stoff kommt von Milliblus, gekauft bei Das Königskind in Friedberg.

Seit dem letzten Sommer bin ich ein großer Fan von Cold Shoulder Ausschnitten. Ich hatte mir ein Kleid in dem Stil gekauft und den Schnitt abgenommen, um mir ein eigenes Kleid zu nähen. Darüber hatte ich bereits hier (Liebe auf den 2. Blick) geschrieben.

Dieser Schnitt ist dem vorigen Kleid sehr ähnlich. Lediglich werden die Ausschnitte verstürzt und in die Ärmeln ein kurzes Stück Gummiband eingenäht. Soweit ich mich erinnere, ist es Modell 5 aus der o.g. BurdaEasy. Es ist ein sehr wandlungsfähiger Schnitt, der auch dem Volantshirt (siehe „Früher war ich anders – heute auch) zu Grunde liegt.

Links mit Gummiband und rechts ohne.

Der mit einer Blende verstürzte Ausschnitt hat auch den Vorteil, dass man hinten sein Label einnähen kann, was für mich in erster Linie dazu dient, vorne und hinten auseinanderhalten zu können.
Allerdings vergesse ich gerne und mit einer stoischen Hartnäckigkeit Labels anzubringen.

Der Stoff hat mich begeistert, weil er unglaublich schön fällt, sehr angenehm zu tragen ist und auch den Transport im Koffer knitterfrei überstanden hat. Das mag auch an meiner Packtechnik liegen, weil ich seit einiger Zeit T-Shirts oder generell Kleidung aus Jerseystoffen rolle. Es spart einerseits Platz und andererseits verhindert es falten (vorausgesetzt man rollt faltenfrei ein).

Vor unserem Urlaub hatte ich bereits Fotos von diesem Kleid gemacht, aber als ich es auf Malta anhatte, entstanden weitere und ich finde, dass das Kleid vor dieser Kulisse einfach  nochmal schöner wirkt.

Vor unserem Urlaub war es noch sehr kalt und ich konnte einige Fotos nur mit Jacke machen, weil ich so unglaublich fror. Darum aus der Serie nur eins zum Vergleich.

Malta – die perfekte Kulisse

Und kaum ein paar 1000 Kilometer weiter südlich und weiter in den Mai hinein geht es ganz ohne Jacke.

 

Diese Stelle in der Nähe unseres Hotels wurde mein Lieblingsplatz. Obwohl felsig gab es einige Stellen, die eben waren und dort legte ich mein Handtuch hin, um in der Sonne zu liegen, auf das Meer zu schauen, meine Gedanken schweifen zu lassen und dem Rauschen des Meeres zuzuhören.

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Hamburg-Oslo und die Höhepunkte des 1. Urlauibteils





Anmerk.: Ich werde diesen Beitrag bei Rums verlinken, weil ich ihn ganz allein für mich schreibe. Ich hatte auf dem Hafengeburtstag wie auch in Oslo diverse selbstgemachte Kleidung dabei.. In erster Linie ist dieser Beitrag aber für mich, um die letzten Tage, die mein Partner mir geschenkt hat, noch einmal genießen, feiern und verarbeiten zu können. Sämtliche Fotos (bis auf die Oberen) stammen von mir.

Jetzt bin ich seit heute nachmittag ca. 16:00 Uhr von unserem ersten Urlaubsteils zurück. Die Waschmaschine hat schon 2 Ladungen gewaschen, die Dank des Wetters heute nacht draußen trocknen dürfen, um dann zum Teil in den nächsten Koffer wandern zu können.

Wenn ich mir überlege, dass ich zuletzt vor 5 Nächten in meinem eigenen Bett schlafen konnte, ist es mir fast ein Rätsel wie ich die letzten Tage seit Samstag (heute ist Donnerstag) mit so viel Erlebnissen unterbringen konnte.
Erste Station war, wie schon vielfach angekündigt, der 828. Hafengeburtstag in Hamburg. Wir fuhren in unserem Heimatort in der Nähe von Friedberg/Hessen gegen 12.00 mittags los und waren nachmittags in Hamburg, wo wir gleich in unser Hotel eincheckten.
Zwar habe ich ausreichend Familie in Hamburg, wo wir Unterschlupf finden könnten, aber es gibt 2 schwerwiegende Gründe, weshalb wir am Hafengeburtstag ein Hotel in der Speicherstadt aufsuchen: 1. sind wir sofort und umgehend im Getümmel und können soviele miese Cocktails trinken wie wir wollen, ohne den Führerschein gefährden zu müssen. 2. Das Hotel verfügt über die besten Franzbrötchen in ganz Norddeutschland – und ich bin bekennender Franzbrötchenfan. Ich habe schon diverse getestet und Bäckerei Junge hat sehr, sehr, sehr gute. Aber was unser Hotel morgens bietet, ist meiner Meinung nach unerreichbar. Ich würde nachts unter einer Brücke schlafen, wenn ich morgens das Franzbrötchen in diesem Hotel bekommen könnte.
Und sie enttäuschten mich dieses Jahr nicht. Sonst völlig quasselnd – auch morgens – schon unterwegs, bat ich meinen Weltbesten um absolute Ruhe während ich meinen ersten Bissen Franzbrötchen auf meiner Zunge zergehen ließ. Himmlisch!
Ihr wisst etwa nicht, was Franzbrötchen sind????  – Nun gut, ich tendiere dazu „Pech“ und „selber Schuld“ zu sagen, aber tatsächlich handelt es sich um ein norddeutsches Hefegebäck mit viel Zimt und Zucker. Es gibt mittlereweile auch in Hessen vereinzelte Bäcker, die Franzbrötchen verkaufen, doch am besten schmecken sie in Hamburg. Und wehe, einer von Euch meint, es wären Zimtschnecken…. ich war kurz davor einer sehr lieben Freundin von mir die Freundschaft aufzukündigen, als sie meinte, Franzbrötchen wären doch wie Zimtschnecken… Sie sah ihren Irrtum ein und wir sind weiterhin sehr gut miteinander befreundet (Piet – es war aber sehr knapp! Du weißt das ;-))

Wir checkten also in unser Hotel ein, zogen uns kurz um, weil urplötzlich die Sonne herauskam und zogen auf den Hafengeburtstag los. Ein wunderbares Motto zwischen meinem Liebsten und mir lautet eigentlich immer: Nix muss, aber alles geht. So meldet jeder seine Wünsche an und wir schauen, wie wir alles unter einen Hut bekommen. Zur allergrößten Not gehen wir für eine Weile getrennte Wege, weil manches dann doch muss, was den anderen nicht so sehr interessiert. In Hamburg war das aber nicht der Fall und wir schlenderten als erstes durch den Museumshafen in der Hafencity. Dazu betraten wir eine wunderschöne Treppe, die leider zu meinen extremen Fun Facts/ Traumata/Schwächen gehört… sie ist aus Gittern. Aus welchen Gründen auch immer kann ich diese Art von Treppen weder hoch noch runter gehen. Mir wird bei dem Anblick grundsätzlich schwindelig und leicht panisch zumute. Diesmal stieg ich die ersten Stufen ohne Probleme rauf, bis mein Partner mich lobte, dass ich diese Treppe so problemlos aufsteige… von jetzt auf gleich wurde ich gewahr, dass es sich um Gitter handelte und geriet genauso schnell ins Stolpern und in seichte Panik. Hätte er mich doch bloß nicht gelobt – aber so wurde ich meiner eigenen Panik gewahr und mein Kopf spielte mir sogleich einen Streich.

 

Als wir uns am nächsten Tag dieser Treppe näherten, fragte ich vorsorglich, ob wir die Treppe nehmen MÜSSEN oder ob wir eventuell den anderen Weg (den es gab) gehen KÖNNTEN. Die Antwort meines Partners war: „Da ist schon eine tendentiöse Aussage drin.“ Wir umgingen diese Höllentreppe und setzten uns vor den Chili-Club in der Hamburger Hafencity. Irgendwann begann er meinen Rücken zu berühren und da es mich dort gerade juckte, sagte ich: „Weiter links… ein Stück weiter runter…“ und dann schrie ich scheinbar etwas lauter: „DA! DA! DA! DA!…“ Auf der Bank neben uns kam nach einer kurzen Zeitverzögerung ein lautes Lachen. Warum? Die lustigen Damen hörten nur mein „DA! DA! DA!“ und guckten wie blöd um sich herum, weil sie meinten, da wäre etwas Aufregendes zu gucken. Als sie merkten, worum es ging, fielen wir alle in schallendes Gelächter.

Am ersten Tag schlenderten wir dann noch zu den Landungsbrücken und bekamen zufällig an einem sehr guten Aussichtspunkt mit, wie die Aida prima einlief, um sich für ihren Feuerwerkabschied zu positionieren.

Letztes Jahr sahen wir uns das Feuerwerk aus der Hafencity an und das war schon sehr beeindruckend. Dieses Jahr nahmen wir in einem Steakhouse am Anleger platz, bestellten uns etwas zu essen und zu trinken und  hatten nicht nur die Aida sondern auch gleichzeitig das Feuerwerk direkt vor der Nase.

Nachdem wir bereits genüsslich Rotwein getrunken hatten, rundeten wir mit einem Cocktail, dem Long-Island-Icetea unsere Leberwerte ein wenig nach oben ab. Die meisten Besucher drängten sich jetzt nicht mehr vor den Buden sondern an den U-Bahnhöfen und als mein persönlicher Held einen Stand entdeckte, wo man mit Pfeil und Bogen der Liebsten irgendeinen Kitschkram schießen konnte, war er nicht mehr zu halten. Ein Pfeil jagte den nächsten und ich durfte mir bei den Trostpreisen dann etwas aussuchen.
Und dann kam ein weiteres Trauma (nach der Gittertreppe) in Form von Dosenwerfen auf uns zu. Ich ahnte schon, was jetzt kommen würde und es kam: „Süße, werfe doch mal auf die Blechdosen! Wir gehen auch alle in Deckung!“ – Hintergrund dieses traumatischen Vorschlags ist der, dass ich 3 Dinge ganz besonders schlecht bzw. überhaupt nicht kann. Kopfrechnen, Blinzeln mit einem Auge ohne das gesamte Gesicht zu verziehen und/oder das andere Auge gleich mitzuschließen und Werfen/Zielen. Wenn alle anderen am Ufer Steine ins Wasser werfen, werfe ich sie mit viel Glück gerade mal in eine tief in den Strand ausrollende Welle, quasi vor meine Füsse. Dazu noch soll das alles sehr lustig aussehen, wenn man danach geht, wie sich mein Partner dabei immer amüsiert. Und wer nicht werfen kann, kann eigentlich automatisch auch nicht zielen.
Nachdem wir an der Bude dem Personal ausreichend Sicherheitshinweise gegeben hatten, warf ich die 3 Bälle auf die Dosen – dachte ich. 2 trafen die obersten, der 3. ging dosenlos durch das entstandene Loch daneben. Aber immerhin durfte sich mein Liebster auch etwas bei den Trostpreisen aussuchen und was wählte er….? Eine blaue Plastikblockflöte und stimmte zugleich „Alle meine Entchen“ an.

Unsere Trostpreise

Ganz oben auf dem Programm stand bei mir übrigens auch ein Besuch in der Elbphilharmonie. Leider konnte ich den tollen Endloseffekt der Rolltreppe wegen der vielen Menschen nicht so ganz mitbekommen. Dennoch war die Plaza unglaublich beeindruckend und ich werde bestimmt noch öfter dort sein.

 

 

 

Der eigentliche Grund unseres Besuchs in Hamburg war dann am Sonntag dran. Meiner Mutter und meinem Partner hatte ich jeweils zum Geburtstag einen Segeltörn mit der Auslaufparade geschenkt. Für uns war es der Zweite, für meine Mutter der Erste und sie war restlos begeistert.

Auf der Antigua konnten wir auch Segel hissen und später wieder einholen – ganz ohne Schwielen an den Händen. Mein hessischer Seebär kennt sich übrigens bestens mit sämtlichen Segelschifftypen aus und erzählt auch gleich immer, um was für ein Segelschiff es sich handelt. Ich hingen höre zwar gerne aufmerksam zu, vergesse aber sehr schnell die Fachbegriffe. Er raunt mir also zu, dass es sich bei der Antigua um eine Barkentine handelt, weil sie diese und jene Masten hat, die mal so und mal so getakelt werden. 5 Minuten später habe ich den Begriff bereits vergessen, weiß nur noch, dass es mit „B“ anfing und irgendwie hinten recht weiblich endete… soviel kann da ja nicht schiefgehen. So wurde aus der Barkentine ratzfatz eine Barbirette. Letzteres kann ich mir auch gut merken. Während ich eben beim Schreiben nochmal genau nachdenken mußte, wie das Schiff nun wirklich hieß, flutschte die Barbirette gleich raus.
Der Törn war gigantisch. Eigentlich war wolkiges Wetter vorhergesagt, aber die Wolken waren deutlich in der Minderheit und die Sonne schien, auch wenn es etwas kühl war, aber dafür waren wir alle gerüstet.

 

 

 

Der nächste Tag bot dann Hamburger Schmuddelwetter und wir fuhren nach Kiel zum Norwegenanleger. Pünktlich um 14.00 legten wir ab. Eigentlich wollte mich mein Partner mit dieser Reise bei Abfahrt in Hamburg überraschen, aber er gab diese Überraschung glücklicherweise schon vorher bekannt und ich bin froh darum. So hatte ich die Vorfreude und ausreichend warme Kleidung, denn Oslo sollte kalte werden.

Beim Anblick dieses Bordrestaurants musste ich spontan an die Titanic und mein mulmiges Gefühl bekam Nahrung.

 

 

Eine Shopping-Mall auf einem Schiff war für uns irgendwie befremdlich. Wir werden wohl nie richtige Kreuzfahrfans werden.

 

Ein weiterer Grund, weshalb ich froh war, dass ich schon vorher von der Reise wußte, war der, dass mich diverse Eindrücke manchmal fast schon überfordern. Und so ist es auch jetzt. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte es vorher nicht gewußt, wäre ich jetzt wahrscheinlich völlig durch den Wind.

Oslo, insbesondere der Vigelandpark stehen schon seit vielen, vielen Jahren auf meiner Liste der Orte, die ich unbedingt sehen möchte. Und obwohl ich nun da war, kann ich es immer noch nicht fassen, dass ich diese unglaublich beeindruckenden Skulpuren wirklich gesehen habe. Immer wieder schaue ich mir die Fotos an, um mich zu vergewissern, dass ich dort war.
Das wichtigste Foto ist allerdings mein Gedankenfoto. Ich nenne es immer so, weil ich mich dann an besonderen Orten oder besonders schönen Momenten ganz darauf einlasse und ein innerliches Foto mache, auf dem nicht nur der Anblick sondern auch die Atmosphäre, das Wetter, das Gefühl mit dabei ist. So stand ich in diesem Park, blickte auf die Brücke mit den Skulpturen, hinter mir die Steinsäule und ich machte mein Gedankenfoto, wobei mir spontan Tränen des Glücks in die Augen schossen und ich brauchte ganz dringend die Schulter meines Partners, um diesen Überschuss an Glück rausheulen zu können.

 

Was mich sehr bei den Skulpturen beeindruckt hat, ist der immer wieder auftauchende Kreislauf des Lebens. Baby, Kinder, junge Menschen, alte Menschen bis hin zum Tod… Man steht zwischen diesen riesigen Kunstwerken und hat das Gefühl, mitten im Leben zu sein. Es ist alles da… von der Geburt bis zum Tod und alles ist schön, auch die zwischenmenschlich dargestellten Beziehungen.
Erstaunlich fand ich auch die vielen Darstellungen von Vätern mit Kindern, denn Gustav Vigeland lebte von 1869 bis 1943 – einer Zeit, wo Väter zumindest bei uns keine große Rolle in der Erziehung spielten.

 

 

 

 

 

 

Und als ob es untermauert werden sollte, begegneten uns zahlreiche Kindergartenkinder (alle mit Miniwarnwesten) und ihren Erzieherinnen und Erziehern, Wir zählten in der einen Gruppe 15 Kinder und 3 Erzieherinnen und 2 Erzieher. Die Kleinen tollten zwischen und auf den Figuren herum. Kunst zum Anfassen.

 

Das Wenige, was ich von der Stadt Oslo gesehen habe, gefiel mir sehr gut. Die alten Häuser erinnern mich an Hamburg. Und wir hatten das große Glück, die Magnolienblüte dieses Jahr ein zweites Mal erleben zu dürfen.

 

 

 

 

Ich wünsche eine sonnige Restwoche, Eure

Ich packe in meinen Koffer….

Seit Tagen bin ich gedanklich beim Kofferpacken. Ab Samstag stehen 2 Wochen Urlaub an, die reichlich gegensätzlich sind. Wir fahren als erstes nach Hamburg zum Hafengeburtstag. Nicht das ich als im Exil lebende Hamburgerin unbedingt den Hafengeburtstag brauche, aber mein hessischer Seebär hat ihn letztes Jahr kennengelernt als ich ihm einen Törn mit der Ausflaufparade zum Geburtstag schenkte.

 

 

 

 

Männern etwas zum Geburtstag zu schenken ist im allgemeinen schon nicht ganz einfach, aber wenn man regelmäßig jedes Jahr auf die Frage „was wünschst Du Dir zum Geburtstag?“ die Antwort „nix“ erhält, er aber um Punkt 12 an seinem Geburtstag laut „Geschenke, Geschenke, Geschenke“ kreischt (na gut, schreit…), dann kennt Ihr mein Dilemma. Doch dieses Jahr war ich wieder einmal fein raus, weil er so gern wieder zum Hafengeburtstag nach Hamburg wollte.
Dann hatte er kurz nach Ostern eine Überraschung für mich parat. Wir würden am Montag morgen nicht zurück nach Hause fahren, sondern auf eine Minikreuzfahrt nach Oslo. Ich war zwar schon in Norwegen, aber noch nie in Oslo und mein größter Traum ist es, in den Vigeland Park zu gehen. Genau das werden wir während unseres 4-stündigen Aufenthalt in Oslo machen und ich weiß schon jetzt, dass ich dort wieder hin möchte.
Wir werden also Mittwoch früh in Kiel mit der Fähre anlegen, uns dann ins Auto setzen und nach Hause fahren. Dort angekommen bleibt uns der Donnerstag, um Wäsche zu waschen und Koffer zu packen, weil es am Freitag für 8 Tage nach Malta geht. Ich freue mich riesig. Doch das ganze logistische Drumherum muss bewältigt werden und ich erinnere mich sehnsüchtig an Zeiten, wo ich in der Nacht 6 Stunden vor Abflug noch „schnell“ meine Koffer packte. Die Zeiten sind längst vorbei.

Seit April habe ich fleissig Sommersachen genäht, auch im Hinblick auf unseren Urlaub, aber wenn ich mir jetzt die Wettervorhersage für Hamburg und Oslo anschaue, sollte ich besser auf die Teile zurückgreifen, die ich im Winter gefertigt habe. Sämtliche Tops, Kleidchen, Shorts und Blüschen sind für diese beiden nördlichen Reiseziele völlig überflüssig.
Daher können sie schon diese Woche in den Koffer für Malta wandern, denn wehe, wenn es dort nicht warm ist. Momentan liegen dort die Temperaturen um die 22 Grad. Da Malta aber eine Insel mit reichlich Wind ist, kann es vorallem gegen Abend recht kühl werden. Also kühl für mich. Ich bin eine Frostbeule.

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Einmal Montmarte und der Ruhm ist sicher – Milliblus Shorts

Die Shorts sind schon seit einer Woche fertig und ich habe den ganzen Tag überlegt, was für einen geistreichen Text ich zu diesem Blogbeitrag schreiben könnte.
Letztlich wird er nicht unbedingt geistreich, eher peinlich für mich. Heute abend hatte ich beim Tragen meiner Shorts die Assoziation mit einem Bild von Picasso. Ich möchte diesem von mir verehrtem Künstler nicht zu Nahe treten, aber das Muster auf diesem Stoff von Milliblus erinnert mich an eine Zeichnung von ihm. Und natürlich möchte ich Milliblus nicht zu Nahe treten, indem ich indirekt mitteile, dass sie nicht an Picasso heranreichen – oh mein Gott, ich bin in einer Zwickmühle, aus der ich nicht mehr rauskomme.

Ich kehre zu Picasso zurück. Vor einigen Sommern war ich mit meinem Weltbesten in Rouen in Frankreich. Es war ein wunderschöner Urlaub, wir sahen uns die Stadt an und wiedermal versagte mein Orientierungssinn, wenn ich mit meinem Partner zusammen bin. Ich komme sonst recht gut überall zurecht und meine behaupten zu können, dass ich für eine Frau einen überdurchschnittlich guten Orientierungssinn habe, aber partiell versagt er komplett. Etwa dann, wenn ich fest davon überzeugt bin, dass der Fluss, die Seine, ganz sicher, also 100 %ig, garantiert, vielleicht nicht unbedingt beim Leben meiner Kinder, aber dennoch in die falsche Richtung fließt. So was kann ja mal vorkommen. Aus Hamburg stammend passiert das bei einer Sturmflut mit der Elbe regelmäßig.

Nach Rouen machten wir einen Abstecher in die Normandie und fuhren dann spontan noch für 1 oder 2 Nächte nach Paris.
Als Malerin zieht mich Paris natürlich magisch an und ich war fest überzeugt davon, dass mein Ruhm lediglich davon abhing, dass ich zumindest einen Abend auf dem Montmartre betrunken sein müsste. Schließlich waren das alle großen Künstler und mein Ruhm war damit nur noch einige Drinks entfernt.
Ja, ich bin noch immer nicht berühmt und ganz sicher liegt es daran, dass die Lokale auf dem Montmartre keinen Absinth mehr ausschenken. So mußte ich auf Alternativen umsteigen.
Am Ende des Abends war ich ziemlich betrunken. Ich hätte Georges Braques‘  Kubismus noch vor ihm in runder Form, also Rundismus, erfunden, Picasso hätte sich schämend in die Ecke gestellt und Matisse neidisch welkende Blümchen gemalt – wäre die Höhe der Rechnung ausschlaggebend gewesen. Sie lag bei 98 Euro allein für Cocktails und ich sage besser nicht, dass mein Partner nach 2 Cocktails bei Cola blieb.
Er hatte einen heiden Spaß mit mir. Meine Freundin und mein ältester Sohn weniger, weil ich zu fortgeschrittener Stunde fest davon überzeugt war, sie anrufen zu müssen (es war ein Wochentag!) Der Verkäufer der wohlriechenden Jasminkettchen war wiederum ganz entzückt. Das Blütenband verlor ich ca. 30 Min später auf den Treppen von Sacre Coeur. 
Eine Entdeckung machte ich jedenfalls: die Französischkenntnisse steigen proportional zum Alkoholkonsum. Hätte ich das früher in der Schule gewußt, ich hätte vor jeder Französischarbeit Chartreuse getrunken.
Mein Partner profitierte von meinen plötzlich einsetzenden Französischkenntnissen, indem er ein Taxi heranwinkte und ich dem Taxifahrer so unglaublich fließend die Adresse des Hotels mitteilen konnte, dass ich selbst ganz überrascht war. Meine Schwäche im Französisch waren bis dahin immer die Zahlen spätestens ab 40. Unser Hotel hatte leider eine Hausnummer über 40, aber die flutschte mir über die Lippen, als hätte ich nie etwas anderes gesprochen.
So kamen wir mit diversem französischem Smalltalk meinerseits mit dem Taxifahrer wohlbehalten im Hotel an.
Übrigens lag dieses Hotel in der Nähe einer Straße mit dem Namen Rue Picasso (oder so ähnlich). Und somit habe ich wieder den Bogen zu meinen Shorts gespannt.

Das Muster hatte ich bereits auf dem weißen Jersey zu einem T-Shirt verarbeitet. Als ich es aber bei „Das Königskind“ in Friedberg auch auf dieser rosa Webware entdeckte, wußte ich, dass ich daraus unbedingt eine kurze Hose machen musste. Den Schnitt habe ich von Schnittvision. Es ist eigentlich eine lange Hose, aber ich habe sie gekürzt.
Ich liebe diesen Stoff. Er ist elastisch, angenehm zu verarbeiten und angenehm zu tragen. Zum Glück war das Wetter die letzten Tage so sommerlich warm, dass ich sie heute bereits tragen konnte.

Übrigens habe ich schon diverse Hosen mit Reißverschluß genäht, aber ich weiß nicht, ob Ihr das kennt? Für meinen ersten Hosenreißverschluß fand ich ein Anleitungsvideo bei Youtube und fand es sehr hilfreich. Seitdem geht kein Reißverschluß ohne dieses Video. Ich schätze es liegt daran, dass ich diesem Video immer blind Schritt für Schritt folge ohne auch nur einmal über die eigentliche Logik dieses Vorgangs nachzudenken. Eine meiner größten Befürchtungen ist deshalb, dass dieses Video irgendwann mal gelöscht wird. Bis dahin will ich mein eigenes gemacht haben. Und vielleicht verstehe ich irgendwann mal die Logik in der Anbringung des Reißverschlusses.
Satinschrägband am Innenbund
Auch wenn der April noch einige Wetterkapriolen bringen kann, freue ich mich, dass die letzten Tage so wunderbar sonnig waren.
Auf jeden Fall weiß ich schon jetzt, dass ich im Mai diese Shorts anziehen werde, denn dann geht es erst nach Hamburg und dann nach Malta.
Aber bis dahin werde ich noch diverse Beiträge schreiben.
Habt Ihr auch lustige Reiseerlebnisse? Ich muss gestehen, dass ich noch diverse Geschichten auf Lager habe, bei denen ich meistens nicht gut abschneide. Aber was tut man nicht alles, damit die Mitmenschen etwas zu lachen haben….

In diesem Sinne Euch einen schönen MeMadeMittwoch
Stoff: Milliblus, gekauft bei Das Königskind in Friedberg/Hessen
Schnitt: Schnittvision
Als Nachzügler bei 12 Colous of Handmade Fashion
und mit Punktlandung bei After Work Sewing.

Mein 1. Bloggeburtstag

Happy Birthday to you, my Blog, Happy Birthday to you….

Meine Lieben, ich habe am 19.2.2017 meinen 1. Bloggeburtstag und auch wenn ich mit einigen Unterbrechungen das letzte Jahr gebloggt habe, bin ich stolz darauf.
Es mag diverse Blogs geben, die erfolgreicher, beliebter und interessanter sind, aber wenn ich auf meine Besucherzahlen schaue, bin ich einfach erstmal stolz auf mich. Und es ist vielleicht genau das, was ich letztes Jahr in allererster Linie für mich und heute für meinen Blog gelernt habe – der Vergleich mit anderen mag manchmal wichtig sein, aber er ist nicht aussschlaggebend.
Für das, was ich im letzten Jahr für mich und auch für meinen Blog getan habe, freut ich mich. An meinen Möglichkeiten gemessen habe ich sehr viel erreicht.
Natürlich sehe ich mir andere Blogs an und sehe, wieviele Besucher und Kommentare sie im Vergleich zu mir bekommen, aber mir ist es gelungen, deshalb nicht entmutigt aufzugeben sondern einfach weiterzumachen. Das ist eine neue Erfahrung für mich. Ich habe meine eigene Messlatte etwas tiefer gelegt und das tut mir gut.
Mir ist klar, dass einige Beiträge beliebter sind, als andere, aber für mich zählt am Ende erstmal das, was es mir gibt. Alle Dinge, die ich innerhalb dieses Jahr genäht, gemacht und gepostet habe, haben mich weitergebracht.

Allen, die meinen Blog in dieser Zeit zu irgendeinem Zeitpunkt besucht haben, gilt mein Dank. Ich habe mich riesig über jeden Kommentar gefreut und möchte allen Kommentarschreibern dafür danken. Ob es die Besucherzahlen oder aber insbesondere die Kommentare sind, die mich jedesmal ermutigen, weiterzumachen – es bedeutet mir sehr viel.
Ich habe im letzten Jahr viel über das geschrieben, was ich gemacht habe, aber auch vereinzelt über das, was mich umtreibt. Das war noch sehr zögerlich, aber ich hoffe, dass es künftig mehr wird.
Wir leben gerade in einer Zeit, die sehr im Umbruch ist und von Unsicherheit bestimmt ist.
Am Wochenende las ich einen Kommentar auf einem anderen Blog über die Inschrift der Freiheitsstatue in Amerika und ich kommentierte diesen Eintrag mit folgenden Worten:

Ich liebe es kreativ zu sein, zu nähen, zu schreiben, zu malen und mit neuem zu experimentieren. Aber ich sehe eben auch, was auf der Welt passiert und ein Trump, eine LePen, ein Höcke… sind alle brandgefährlich und es scheint einen Geist in der Gesellschaft zu geben, die durch diese Menschen genährt werden. Darum bin ich Dir sehr dankbar für diesen Beitrag, weil unsere Kreativität toll ist, aber nur in einem Umfeld entstehen kann, das die größtmögliche Freiheit bieten kann. Es sind auch die anderen Kulturen, die uns inspirieren. Wir können die Augen davor nicht verschliessen.

Wir können dankbar für die Freiheit sein, unsere Meinung und unsere Leidenschaften in einem Blog äußern zu können. Ich bin dankbar für die freundliche und mutmachende Bloggergemeinschaft der Näherinnen und Kreativen. Da ich zu Hause für mich arbeite, ist mir diese Anerkennung von Euch sehr wichtig und bedeutet mir sehr viel. 
Meinem manchmal erwähnten weltbesten Partner gilt dieser Dank ganz besonders, weil er meine Blogs trotz seines Jobs, der ihn sehr fordert, regelmäßig liest. 
Anläßlich dieses Geburtstages hätte ich einen Kuchen backen sollen, aber seit meine Kinder ausgezogen sind, koche und backe ich nur noch selten. Und da mein Blog keinen Kuchen isst, hätte ich ihn allein essen müssen oder mit meinem Partner oder Freundinnen. Stattdessen war ich auf der KreativAll in Wiesbaden, habe reichlich Kaffee getrunken und einen wunderbaren Tag mit einer sehr guten Freundin dort verbracht. 
Ich hätte gern ein neues Stück gezeigt, welches Freitag vorerst fertig wurde, aber dann aus Ungeduld und einem Futterstoff, der schon bei der Anprobe riss, noch nicht ganz präsentabel ist. Stattdessen möchte ich hier rückblickend meine ganz persönlichen Highlights noch einmal zeigen: 
So durcheinander und unvollständig diese Auswahl ist …. das bin nunmal ich!

Finale vom Blusen Sewalong

Softshellblazer mit Samtleggings

Meine geschnittenen Weinflaschen


Die Shorts aus einem Fischerhemd mit einem refashioned Frackhemd

Meine Shorts aus einem alten Herrenoberhemd.

Upcycling und Refashioning von alten Hosen:

Fotografieren in Rom

Tiefenentspannt im Hängesessel

Urlaub in Malta

Rotwein an der Elbe in Hamburg
Tauchen in Malta
Softshelljacket für einen Freund

Grimassenschneiden in Rom
In Rom vor dem Trevibrunnen
Piazza Navona

Auf dem Weg zum Vatikan

Hamburg 

Malta

Ostseestrand

Ein Boxtäschchen gefüttert mit einer Kaffeeverpackung

Meine Sektflaschenlampen im Badezimmer


Ein ganz besonderes Geschenk ist für mich ein Interview, dass Anja Jäger (Klick), Kreativ Coach, mit mir am Dienstag führen wird und das dann auf ihrer Seite und auch hier veröffentlicht wird.

Aus Rom über Mode, Wandlungen und verschlungene Wege zum Ziel

 

Seit 5 Tagen nun im eigentlich sonnigem und sehr warmen Rom, scheint es heute eher regnerisch zu sein, während bei uns zu Hause noch brütende Hitze herrscht. Ich hoffe, meine Pflanzen überleben das, habe ich doch glatt vergessen, sie vor Abflug mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Mein reichlich gepackter Koffer hat mich mit allen möglichen modischen Wandlungen versorgt, die sich bei mir in letzter Zeit ergeben haben.
Noch im Juli in Hamburg schlenderte ich mit einer Freundin an Schaufenstern vorbei, um die von ihr ausgedeuteten Schuhe mit „Fransen… nee, mag ich gar nicht“ zu kommentieren. 2 Tage später hatte ich nicht nur Sandalen mit Fransen – sie waren zudem auch noch silber (ging vorher gar nicht). Länger wehrte sich mein Geschmack gegen Zehentrenner. Nach 2 Wochen gab er nach. Zuvor kapitulierte er noch vor Glitzer in  allen erdenklichen Variationen. Mittlerweile schaue ich schon jetzt nach mir noch anhaftenden vermeintlichen Todsünden in der Mode, weil ich mir in der Hinsicht gerade ziemlich kopfschüttelnd selbst zuschaue. Lackierte Zehennägel fand ich 51, 8 Jahre ganz schrecklich. Ich hatte allemöglichen diffamierenden Ausdrücke dafür, die ich allesamt vergessen habe, weil meine Zehen gerade mit einem hologrammartigen Glitzerlack überzogen sind, der je nach Lichteinstrahlung changiert und ich häufiger als sonst auf meine Füsse schaue um ganz entzückt über meine Nägel und/oder das jeweilige Paar Schuhe zu sein.
 
Angesichts der Tatsache, dass ich mich noch vor gut 3 Jahren damit gerühmt habe, im Sommer mit ein Paar Sandalen (Tevla Treckingsandalen) auszukommen, könnte mein Schugepäck für Rom eher mit einer Verwechselung des Koffers anmuten.
 
An dieser Stelle muss ich den weltbesten Partner mal erwähnen, der alles etwas staunend verfolgt, reichlich schmunzelt und hin und wieder ein „Du bist sooo Mädchen“ murmelt. 
Der Vorteil dieser Wandlung ist, dass liegengebliebende Stoffe endlich verwertet werden. So kaufte ich vor Jahren einen Stoffrest, aus dem ich eigentlich einfach ein Tuch machen wollte, was natürlich nicht geschah. Kam mir dieser Stoffrest dann in die Quere, fragte ich mich, warum ich diesen Stoffrest eigentlich gekauft hatte. 
Letzte Woche dann hatte ich vor, mir für Rom noch ein Trägertop zu nähen. Einen anderen liegengeblieben Stoff hatte ich schon im Kopf. Montags begann das Projekt. Auf der Suche nach dem Stoff, stiess ich auf eine alte Hose, Grösse 46 mit weiten Beinen, die ich mal in Strassburg gekauft hatte. Am Ende des Tages hatte ich eine Hose in Grösse 36 mit engen Beinen, allerdings weder den Stoff  gefunden, noch das Top genäht.
Am Dienstag dann Versuch Nummer 2. Diesmal stolpere ich noch vor der Suche nach dem Stoff über ein älteres Chiffonshirt. Innerhalb weniger Begutachtungen entscheide ich auch das abzuändern. Aus dem ehemals weitem Shirt wird eine Trägershirt.
 
Immerhin – ich näherte mich meinem eigentlichen Vorhaben.
Nachdem ich das Shirt dann fertig hatte, suchte ich tatsächlich nach dem eigentlichen Stoff, fand dann den was-hab-ich-denn-da-gekauft-Stoff und nähte mir daraus einen Tag später endlich ein Trägertop. Den ursprünglich vorgesehen Stoff fand ich zwar auch, aber der muss jetzt warten.

Jetzt in Rom verweilend habe ich nicht nur 2 Tops und eine abgeänderte Hose, zudem 2 Jumpsuits (vor 1 Monat: Gott, ich hasse Jumpsuits), diverse Schuhe, bin zum ersten Mal in meinem Leben mit Nagellack unterwegs und harre mit Spannung der Dinge, die da kommen. 
Nach langer Abwesenheit melde ich mich heute bei RUMS zurück und danke meinem Partner für die Hilfe beim spontanen Fotoshooting im Hotelzimmer.